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Stigmata

StigmataFrankie (Patricia Arquette) ist eine junge, moderne Frau aus Pittsburgh, die einen verlorenen und haltlosen Lebensstil in einer viel zu anonymen Großstadt führt: Partys, Männer, Alkohol, Zigaretten und Drogen bestimmen ihre Nächte, während sie tagsüber als Friseuse ihren Lebensunterhalt verdient. Sie glaubt weder an Gott noch an etwas Größeres, sondern ist bekennende Atheistin. Bis sich die Dinge in ihrem Leben plötzlich wandeln. Stigmata bilden sich an ihrem Körper, spirituelle Male, die die Wunden Christies symbolisieren, und sie wird von spirituellen Qualen gepeinigt. Der Priester und Wissenschaftler Andrew Kiernan (Gabriel Byrne), der in einer tiefen Sinnkrise steckt und vermehrt an der Existenz Gottes zu zweifeln beginnt, wird von Kardinal Daniel Houseman (Jonathan Pryce), der ein Mitarbeiter des Vatikans ist und in engem Kontakt mit dem Papst steht, beauftragt, den Fall des Stigmatismus zu untersuchen, findet aber keine rationalen Erklärungen. Langsam beginnen sowohl Frankie wie auch der Priester den Gedanken anzunehmen, dass möglicherweise Dinge hinter ihren Malen stecken, welche von der heutigen Wissenschaft nicht erklärt werden können.

Stigmata Filmkritik

Stigmata ist ein religiös angehauchter Horrorfilm, der sich ohne Hemmungen an dem Genreklassiker “Der Exorzist” vergreift. Dieses Vorbild wird vermengt mit harten, stakkatoartigen Schnitten, brutaler, schwerer Metal- und Hardrockmusik und einer lakonischen Bildfolge, so dass beim Gucken ein ums andere Mal der Eindruck entsteht, man hätte es mit einem überlangen MTV-Videoclip zu tun. Reizüberflutung ohne Ende, flackernde Bilder, krachende Musik, nackte Haut und dazu eine sexuelle Spannung zwischen der attraktiven Frankie und dem ins Wanken geratenden Priester, die im prüden Amerika für Proteste vor den Kinosälen sorgte. Dass Problem des Films ist, dass sich die durchaus interessante Story in der wilden Bilderwelt verliert. Das ist schade, denn nicht nur, dass die Story spirituelle Fragen aufwirft, die gestellt werden sollten, zudem wird im Film auch die Rolle und die Macht des Vatikans in der Weltgeschichte thematisiert. Leider ohne Tiefgang, ohne Reflexion, ohne Dinge zu hinterfragen und ohne dem Zuschauer neue Sichtweisen zu offenbaren. Vielmehr liegt der Schwerpunkt des Filmes auf Unterhaltung und auf Action, auf Blut und auf Schockerei, auf Hardrock und auf sexueller Spannung. Stigmata ist ein überlanger Horror-Videoclip, der ganz im Stil von MTV gehalten wurde. Dabei muss dies nicht einmal als etwas Schlechtes betrachtet werden, denn schließlich ist der Film Stigmata aus diesem Grund zu einem Kultfilm avanciert, der eine beträchtliche Fangemeinde hat, und auch an den Kinokassen konnten gute Einspielergebnisse erzielt werden. Aber bei allem, was der Film zu bieten hat, und das ist zweifelsohne nicht wenig, kommt immer wieder die Frage auf: Was wäre wenn? Was wäre, wenn nicht nur die Action im Vordergrund gestanden hätte, sondern wenn ein Gleichgewicht gefunden worden wäre zwischen Action und Tiefsinn. Vielleicht wäre ein neuer Genreklassiker geboren worden, der ähnliche Erfolge erzielt hätte wie “Der Exorzist”. So ist hingegen nur ein krachender, geballter Videoclip entstanden, der auf Grund seines actionreichen Tempos mitreißt und Spaß macht.

Hintergründe zu Stigmata

Filmgenre: Horror, Thriller
Altersfreigabe: FSK 16
Filmelänge: 103 min
Erscheinungjahr: 2000
Regisseur: Rupert Wainwright
Schauspieler: Enrico Colantoni, Gabriel Byrne, Jonathan Pryce, Nia Long, Patricia Arquette, Portia de Rossi, Rade Šerbedžija u.a.

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Kategorie: Horrorfilme

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